30. April 2016
von intux
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Interview mit Robert Kaussow vom Geeklabor

Fast täglich durchstöbere ich das Netz zu den Themen Linux und Open Source. Dabei stößt man u.a. auf Blogs, die sich ausgiebig dieser Problematik widmen. Egal ob nun News, Tutorials, Problemlösungen, Produktvorstellungen etc. thematisiert werden, so ist es immer wieder interessant neue Artikel zu lesen. Nun wollte ich einmal mehr über die Autoren hinter diesen Seiten erfahren. Herausgekommen dabei ist eine Interview-Serie, die ich nun nach und nach hier auf intux.de veröffentlichen werde.

Heute stand mir hierzu Robert Kaussow von Geeklabor Rede und Antwort.

geeklabor

Roberts RasPi und PC (Foto: Rober Kaussow)

intux: Hallo Robert. Du bist ja noch nicht all zu lange im OSBN. Erzähl doch bitte etwas mehr über Dich.

Robert: Mein Name ist Robert Kaussow, ich bin 26 Jahre alt, komme ursprünglich aus Brandenburg und studiere zur Zeit Wirtschaftsinformatik.

intux: Wie bist Du zum OSBN gekommen?

Robert: Mit der Zeit hat sich auf meiner Festplatte eine wilde Sammlung von Textdateien gebildet, in denen ich immer mal wieder stichpunktartig Dinge dokumentiert habe, über die ich beim Arbeiten mit Linux und meinen Netzwerkkomponenten so gestolpert bin. Irgendwann hatte ich selbst keinen Überblick mehr und beschloss alles geordnet in einem Blog zu veröffentlichen. Ich habe vorher schon eine ganze Zeit lang die Beiträge im OSBN verfolgt und wollte gern was dazu beitragen. So kam es zu der Anmeldung.

intux: Wie entstand der Name Geeklabor?

Robert: Schwierige Frage, 🙂 so genau kann ich Dir das gar nicht sagen. Die Idee kam eher spontan und ich bin dabei geblieben.

intux: Als Blog-Software setzt Du nicht wie die meisten WordPress ein sondern Serendipity, warum?

Robert: Ich habe auch mit WordPress angefangen. Da ich aber kein fertiges Theme nutzen wollte, sondern lieber selbst tätig werde, fing ich an mein eigenes Theme zu entwickeln. Nach wenigen Stunden war ich bereits so genervt weil für mich die Logik von WordPress absolut unübersichtlich war. Dazu kam noch, dass die Anzahl der Plugins riesig ist, die Hälfte davon aber total veraltet sind oder seit dem letzten Update nicht mehr funktionieren… Ich habe mich dann relativ schnell nach einer Alternative umgesehen und bin bei Serendipity fündig geworden. Als Theme Engine kommt Smarty zum Einsatz, was ich wesentlich übersichtlicher und intuitiver finde. Allerdings habe ich vor Kurzem für ein Projekt mit Bolt CMS und der Twig Engine gearbeitet was mir fast noch eine Ecke besser gefällt. 😉

intux: Wie bist du zu Linux gekommen und fiel Dir der Umstieg schwer?

Robert: Das kam eher aus der Not heraus. Ich hatte mir während meiner Ausbildung zum Fachinformatiker den Micro Server HP N40L angeschafft und eine Zeit lang darauf mit Windows rum experimentiert. Irgend wann kam der Wunsch auf, mehrere Systeme virtualisiert zu betreiben. Mit Hyper-V bin ich auf Grund der Performance aber nicht glücklich geworden, sodass ich mich entschied auf dem Server und gleichzeitig auf meinen PCs auf Linux zu wechseln. Auch wenn unter Linux natürlich nicht alles grundsätzlich besser funktioniert als unter Windows, habe ich die Entscheidung bisher nicht bereut.

intux: Welche Distributionen hast du bisher schon eingesetzt?

Robert: Eigentlich gar nicht so viele. Auf dem Desktop benutze ich von Anfang an Linux Mint und bin damit bis heute zufrieden. Auf dem Server kommt sowohl Debian als auch CentOS zum Einsatz. Ich hatte auch mal Antergos und Manjaro ausporbiert.

intux: Gibt es Software die Du unter Linux vermisst?

Robert: Nicht wirklich. Spiele wären wünschenswert, aber dazu steht noch ein Windows-PC im Wohnzimmer. 🙂

intux: Erzähle bitte etwas über Deine Hardware.

Robert: Ich besitze wie schon angesprochen einen HP N40L, zwei TP-Link Access Points mit Openwrt, Firewall und noch ein wenig Hardware für die VoIP-Anlage. Ansonsten einen älteren Acer Laptop der mir bisher aber auch immer zuverlässig gedient hat.

intux: Besitzt Du einen Raspberry Pi, wenn ja welchen?

Robert: Ich habe mir vor einem halben Jahr einen Raspberry Pi 2 zugelegt und benutze diesen als Printserver für meinen etwas in die Jahre gekommenen Drucker.

intux: Was kann man 2016 noch vom Geeklabor erwarten?

Robert: Ich bin zur Zeit durch das duale Studium ziemlich eingespannt und habe auch keinen festen Fahrplan. Es liegen immer noch einige Dokus rum die überarbeitet werden wollen. 🙂

intux: Danke für das Interview, Robert.

29. April 2016
von intux
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ownCloud auf Uberspace

In meinem Uberspace-Account habe ich natürlich auch eine ownCloud laufen; z.Zt. Version 8.2.3 (produktiv). Eine Fehlermeldung hatte ich bis gestern leider noch unter Sicherheits- & Einrichtungswarnungen.

  • Es wurde kein PHP Memory Cache konfiguriert. Konfiguriere zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit, soweit verfügbar, einen Memory Cache. Weitere Informationen finden Sie in unserer Dokumentation.

Nach ein wenig Recherche fand ich auf metafakten.de die Lösung und konnte den Konflikt recht schnell beseitigen.

Dazu wird Redis installiert und ein entsprechender Service eingerichtet.

Nun wird die config.php der ownCloud ergänzt. Folgende Eingabe ist natürlich an den Speicherort anzupassen. In meinem Fall konnte ich die Datei so bearbeiten:

Hier ist dann

nach ‚maintenance‘ => false, einzufügen. Dabei ist UUSER durch den jeweiligen Benutzernamen zu ersetzen. Das Ganze sieht dann so aus:

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Nun sollte Redis mit der entsprechenden Konfiguration laufen und die Fehlermeldung verschwunden sein.

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26. April 2016
von intux
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Vergleichen lohnt sich

Beim Aufbau einer Internetpräsentation wird zunehmend zu Content Management Systemen wie Joomla!, Typo3, Drupal oder auch WordPress gegriffen. Solche dynamischen Systeme eignen sich besonders für Firmenauftritte, alle möglichen Internet-Präsentationen und natürlich Blogs. I.d.R.  besteht ein CMS aus einem Front- und einem Backend. Das Frontend zeigt die zugängliche und fertige Internetseite. In das Backend hingegen gelangt man nur mit den entsprechenden Zugangsdaten des Administrators. Hier befindet sich quasi der Maschinenraum des Webauftritts. Im Backend kann man aber nicht nur das Aussehen der Seite durch entsprechende Themes oder Templates per Mausklick verändern, sondern auch Erweiterungen, Komponenten, Plugins oder Widgets einbauen. Dadurch wird das Projekt entsprechend ausgebaut, egal ob Fotogalerie, Gästebuch oder eigenes Forum. Artikel oder Beiträge entstehen spielend im hauseigenen WYSIWG Editor. Damit bietet ein selbst gehostetes CMS natürlich weitaus mehr Möglichkeiten als ein Homepage-Webbaukasten.

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WordPress Backend

Welches System nun für das jeweilige Projekt geeignet ist, sollte man im Vorfeld schon herausfinden. Typo3, Joomla! und Drupal eignen sich eher für Projektseiten und Firmenauftritte. WordPress hingegen spielt seine Stärken bei Blogs, News-Seiten und Magazinen, durch die fest integrierte Kommentar-Funktion, aus. Auf den entsprechenden Projektseiten kann man sich natürlich ausgiebiger informieren und auch teilweise Systeme live testen. Das kann unter Umständen die Wahl zum Content Management System seiner Wahl erleichtern.

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Google-Serverfarm (Foto: Connie Zhou)

Ist nun die Entscheidung für ein CMS gefallen, so sollte dieses natürlich ins Netz. Hierfür benötigt man einen Hoster. Dieser stellt Webspace, eMail-Accounts und Datenbanken bereit, die zur Installation auf dem Hosting Server notwendig sind. Will man alles in einer Hand belassen, so ist es am Anfang ratsam, einen Anbieter zu wählen, der Hosting-Pakete mit Inklusiv-Domains anbietet. Dabei sollte man jedoch aufpassen, dass genügend Datenbanken genutzt werden können, um evtl. bei Bedarf auch noch ein Cloud-System oder ein weiteres CMS installieren zu können. Natürlich sollte man aber auch ein Auge auf Ausfallsicherheit, Redundanz und Service werfen. Bei der Wahl des richtigen Hosting-Pakets kann der Webhosting Test und Vergleich 2016 von Netzsieger hilfreich sein.

16. April 2016
von intux
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Let’s Encrypt Zertifikat automatisch erneuern lassen

Uberspace

Das ist auf Uberspace recht leicht. Hierzu wird zuerst für einen reibungslosen Abaluf die .config/letsencrypt/cli.ini angepasst, um später nicht wieder nach den Terms of Service gefragt zu werden. Hier ist das alles recht gut im Uberspace-Wiki beschrieben.

Ein entsprechendes Skript wird vorbreitet.

Dazu wird in die nun neu zu erstelltellende Datei /bin/letsencrypt-renew entsprechend eingefügt.

Mit Ctrl + o und Enter speicher und mit Ctrl + x den Editor verlassen. Diese wird dann ausführbar gemacht.

Das Anlegen eines Cronjob sorgt dann in diesem Fall dafür, dass das Skript nun wöchentlich ausgeführt wird.

Dieser Inhalt wird eingetragen.

und mit Ctrl + o und Enter gespeichert. Mit Ctrl + x verlässt man den Editor.

Um zu regelmäßig zu checken ob und wann das Zertifikat theoretisch auslaufen würde, kann folgender Befehl ausgeführt werden.

 

14. April 2016
von intux
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Let’s Encrypt auf einem Uberspace

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Das Einrichten eines Let’s Encrypt Zertifikats auf Uberspace war recht einfach. Nachdem das alte gelöscht war, konnte das neue mit ein paar Handgriffen erstellt und aktiviert werden. Zuerst wurde die Konfiguration mit allen aufgeschalteten Domains angelegt,

dann automatisch die Schlüssel generiert.

So konnte ich alles überprüfen.

Nun wurde das Zertifikat importiert.

Fertig!

12. April 2016
von intux
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Raspberry Pi 3 mit DynDNS

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Will man von außen über das Internet auf den Raspberry Pi via SSH, HTTP oder FTP zugreifen, so kann man das leicht über ein DynDNS (Dynamic Domain Name System) erledigen. Da sich in der Regel die öffentliche IP-Adresse ständig ändert, verliert man so nicht den Kontakt zum Gerät. Ein beliebter Client hierfür ist ddclient.

ddclient ist schnell installiert und eingerichtet. Voraussetzung für die Umsetzung ist jedoch eine zuvor am Router eingerichtete Port-Weiterleitung.

Beim Anbieter NoIP.com kann man kostenlos einen Account mit entsprechender  DynDNS-Adresse erstellen. Ist dies erledigt, geht es an die Installation und Konfiguration von ddclient auf dem Raspberry Pi. ddclient sorgt für den regelmäßigen Abgleich der IP mit dem NoIP-Server.

Da ddclient sich nicht direkt grafisch für NoIP konfigurieren lässt, klickt man sich einfach durch die Installation und passt anschließend die Konfigurationsdatei wie im Beispiel an.

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ddclient.conf nach der Installation

Nach der Installation wird die /etc/ddclient.conf, wie zuvor schon erwähnt, entsprechend bearbeitet. Dabei sind Benutzername, Passwort und DynDNS-Adresse einzutragen. In der letzten Zeile sollte dann die entsprechende Domain bzw. DynDNS-Adresse stehen über die der Raspberry Pi dann erreichbar sein wird.

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angepasste ddclient.conf

Im Anschluss werden noch die Werte run_ipup und run_daemon in /etc/default/ddclient geändert.

Ob alles funktioniert testet man so:

Ist alles in Ordnung, wird ddclient neu gestartet, damit die Konfiguration wirksam wird.

Nun sollte der Raspberry Pi über das Internet erreichbar sein und auch bleiben.

Viel Spaß!

30. März 2016
von intux
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WeeChat für IRC

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Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich mit dem Internet Relay Chat (IRC). Um hier in die entsprechenden Chaträume zu gelangen, muss man sich mit einem IRC-Netzwerk verbinden. Eines der beliebtesten ist Freenode. Diese Kommunikationsplattform wird rege von der Open Source Community genutzt.

Um im IRC jedoch chatten zu können, benötigt man einen entsprechenden Client. Linux-Nutzer können hier schnell auf grafische Lösungen wie Pidgin oder Empathy zurückgreifen, die meist schon vorinstalliert sind und genau das tun was man von ihnen verlangt. Nach der Verbindung zu einem Netzwerk wie Freenode, kann man sofort in den gewünschten Chatraum springen.

Da ich den Jabber-Client MCabber immer häufiger einsetze, wollte ich für den IRC auch einen entsprechenden Terminal-Client. So bin ich nach einigen Tests bei WeeChat gelandet. WeeChat ist schlank und ressourcensparend. Die Bedienung ist nach ein wenig Einarbeitung recht einfach und übersichtlich. Eine umfangreiche deutsche Benutzeranleitung sowie ein Quickstart-Anleitung helfen dabei sich schnell zurecht zu finden. WeeChat wirkt auf mich auf den ersten Blick wie der große Bruder von MCabber.

Für die Bedienung habe ich hier die für mich wichtigsten Befehle kurz zusammen gestellt.

IRC – Befehle und Tastenkombinationen

/connect freenode – Verbinden
/nick „neuer Nick“ – Nicknamen ändern
/join #“Raum“ – Raum betreten
/query „Benutzername“ „Nachricht“ – Einzelchat mit User
/list -re #ubuntu.* – Räume auflisten die mit „ubuntu“ anfangen
/msg nickserv register „Passwort“ „eMail“ – Registrierung
/msg nickserv identify „Benutzername“ „Passwort“ – Login
/msg ChanServ REGISTER #“Channel“ – Channel registrieren
/msg chanserv op #“Raum“ – OP wiedererlangen
/close – WeeChat verlassen
/quit – WeeChat beenden
Bild-Tasten – im Hauptfenster blättern
F5 / F6 – zwischen Fenstern blättern
F11 / F12 – in User-Liste blättern
Alt + a – wechseln zum aktiven Fenster
/close – Raum schließen
/quit – WeeChat beenden