19. Mai 2016
von intux
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Debian GNU/Linux – Das umfassende Handbuch

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Debian GNU/Linux – Das umfassende Handbuch“ (aktuell zu »Jessie«) von Heike Jurzik ist 2015  in der 6. Auflage im Rheinwerk Verlag (ehemals Galileo Press) erschienen und umfasst 800 Seiten. Hierbei handelt es sich um ein Praxisbuch, welches sich gleichermaßen an den Einsteiger als auch an den erfahrenen Debian-Anwender richtet. Die Autorin schreibt leicht verständlich über die beliebte, freie und auf dem Linux-Kernel basierende Community-Distribution Debian GNU/Linux, welche schon bereits 1993, als „Debian Linux Release“ veröffentlicht wurde und somit zu einer der ältesten zählt. Die aktuelle Ausgabe widmet sich der aktuellen Version 8 »Jessie«. Diese wurde offiziell am 26. April 2015 freigegeben.

„Debian GNU/Linux – Das umfassende Handbuch“ ist in drei Teile gegliedert. Im ersten wird am Anfang ein kleiner Abriss der Debian-Geschichte dem Leser vermittelt und erklärt wie sich der Ablauf innerhalb der verschiedenen Entwicklungsversionen gestaltet, bevor es dann tiefer ins Detail geht. Linux-Anfänger erfahren u.a. wo man ein Installation-Image bekommt und wie man einen USB-Stick zur Installation vorbereitet. Das Buch führt durch die Installation mit entsprechender Partitionierung der Festplatte. Hierbei wird auf sinnvolle Aufteilungen speziell für den jeweiligen Gebrauch eingegangen. Dabei wird auch beschrieben wie die Paketverwaltung unter Debian funktioniert und arbeitet.

Im zweiten Teil widmet sich das Buch den Desktop-Umgebungen. Obwohl Debian 8 als Standard auf die GNOME Shell setzt, geht die Autorin auch ausreichend auf die zur Verfügung stehenden Alternativen wie KDE, Xfce, LXDE, Mate und Cinnamon, ein. Weiterhin erfährt der Leser wie ein Debian-Rechner Multimediainhalte abspielt und auch erstellen kann sowie welche Möglichkeiten sich im Internet als auch im Büroalltag mit Debian bieten. D.h., es wird u.a. detailliert auf die zur Verfügung stehenden Browser, Mail-Clients, Chatprogramme und Office-Suiten eingegangen.

Der dritte Teil widmet sich der Administration, z.B. welche Editoren man einsetzen kann und wie diese arbeiten. Hierbei schaut die Autorin besonders auf Emacs, Vim und Nano. Weiterhin wird die Shell, Debian auf dem Server, der Bootmanager GRUB im Detail erläutert. Das umstrittene Init-System Systemd wird genauso verständlich erklärt, wie das abschließende Upgrade von der Debian GNU/Linux 7 »Wheezy« auf Version 8 »Jessie«.

Die drei Teile des Buches sind in 28 Kapitel unterteilt.

 Teil I Installation und Konfiguration

  • Was ist Debian GNU/Linux?
  • Installationsvorbereitungen
  • Debian GNU/Linux installieren
  • Das grafische System
  • Debians Paketverwaltung
  • Netzwerk und Internet
  • Drucken

Teil II Debian GNU/Linux auf dem Desktop

  • GNOME
  • KDE SC 4
  • Alternative Desktopumgebungen
  • Alternative Windowmanager
  • Wichtige Internetprogramme
  • Debian fürs Büro
  • Multimedia
  • Troubleshooting/Hilfe

Teil III Administration

  • Texteditoren
  • Linux-Hintergründe
  • Ab auf die Shell
  • DHCP-Server einrichten
  • Nameserver BIND konfigurieren
  • Mailserver und mehr
  • Webserver aufsetzen
  • FTP-Server einrichten
  • Samba und NFS
  • Sicherheit
  • Der Bootmanager GRUB
  • Systemd
  • Upgrade auf »Jessie«

Dem Buch liegt kein Installationsmedium (CD oder DVD) bei. Die aktuelle Version Debian 8.4 erhält man kostenlos auf der offiziellen Seite debian.org.

Leseproben und Downloads

Fazit

„Debian GNU/Linux – Das umfassende Handbuch“ ist ein hervorragendes Nachschlagewerk mit vielen Anleitungen und Erklärungen für Einsteiger als auch für erfahrene Anwender. Auf 800 Seiten werden Lösungen für die freie Linux-Distribution Debian 8 »Jessie« präsentiert und Hintergrundwissen vermittelt.

14. Mai 2016
von intux
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AverTV auf Debian 8

AVerTV Volar Black HD

Einen DVB-T Stick AverTV Volar Black HD bringt man unter Jessie folgendermaßen zum Laufen:

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Will man die Firmware aus irgendwelchen Gründen wieder los werden führt man

aus.

Viel Spaß!

12. Mai 2016
von intux
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ElsterFormular mit Jessie

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Jessie (Toy Story) Quelle: http://disney.wikia.com/

Um ElsterFormular unter Debian Jessie zu installieren, reicht nicht allein das Einspielen der Pakete Wine und Winetricks. Hierzu benötigt man des Weiteren WineHQ.

Die 32bit-Architektur muss, falls noch nicht freigeschaltet, ebenfalls aktiviert werden.

Der Signatur-Schlüssel zu WineHQ wird herunter geladen und eingelesen.

Nun wird die benötigte Paketquelle eingetragen. Dazu erstellt man die Datei /etc/apt/sources.list.d/winehq.list.

Hier wird folgende Zeile hinein kopiert

mit Ctrl – o gespeichert und der Editor mit Ctrl + x verlassen. Die Paketquellen werden neu eingelesen

und WinHQ installiert.

Nach dem Download von ElsterFormular, kann dieses nun via Rechtsklick (Mit winebrowser öffnen) installiert werden.

So klappt das nun auch mit Jessie und der Steuer!

12. Mai 2016
von intux
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Command & Conquer mit Debian zocken

Mitte der neunziger Jahre faszinierte das Spiel Command & Conquer den PC-Gamer. Heute, über zwanzig Jahre später, ist es möglich in diese Welt auch mit Linux wieder einzutauchen. Möglich macht dies OpenRA. Hier lassen u.a. Kampanien für Singleplayer sowie der Multiplayermodus keine Langeweile aufkommen. Spielbar sind Dune 2000, Red Alert und Tiberian Dawn.

OpenRA ist für Windows, Mac OS und Linux verfügbar.

Um OpenRA auf Debian Jessie zu installieren, muss man zuerst das Siel von der Projektseite downloaden (11,79 MB). Danach wechselt man in das entsprechende Verzeichnis wo der Download liegt und installiert das Game.

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Viel Spaß!

11. Mai 2016
von intux
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Chrome unter Debian Jessie

GoogleChrome

Will man Google Chrome unter Debian Jessie installieren, muss man zuvor folgende Pakete ins System einbinden.

Nach dem Herunterladen wechselt man in das entsprechende Download-Verzeichnis und installiert Chrome.

Zum Schluss wird noch der Signatur-Schlüssel eingelesen.

Viel Spaß!

10. Mai 2016
von intux
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Schrift in Debian

Die Schrift in Debian kann unter Umständen, aufgrund mangelnder Kantenglättung der Fonts, teilweise schlechter dargestellt werden als bei anderen Distributionen wie z.B. Ubuntu. Abhilfe schafft hier Subpixel-hinting und Font-smoothing durch das Erstellen einer .fonts.conf im Home-Verzeichnis mit folgendem Inhalt:

Quelle: https://wiki.debian.org/Fonts

10. Mai 2016
von intux
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SSD-Optimierung mit Trim

Der Einsatz von TRIM wird bei der Verwendung von SSDs unter Linux empfohlen. Hierbei werden ungültige Datenblöcke zum Wiederbeschreiben markiert. Diese werden dann an der SSD gemeldet und erneut zur Verwendung frei gegeben. Somit kommt es zu keiner schleichenden Verzögerung der Schreibzugriffe auf die SSD.

Die Discard-Funktion via TRIM ist unter Debian 8 auf einem unverschlüsselten System schnell eingerichtet. Dazu öffnet man die /etc/fstab und trägt vor den Optionen der ext4-Partition und vor der Swap-Partition discard ein. Zu beachten ist, dass hier mit einem Komma getrennt wird. Ein Backup des Systems  sollte vor dem Speichern unbedingt angelegt werden! Die erledigt man schnell mit Clonezilla.

Hier meine neue /etc/fstab:

Nach der Änderung der Dateisystem-Optionen müssen die Einstellungen in allen initramfs gesetzt werden.

9. Mai 2016
von intux
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Debian 8 auf dem ThinkPad E550

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Mit dem Einbau einer Samsung EVO 850 SSD in mein ThinkPad E550 wollte ich mich mal wieder an Debian heran wagen. Nach der Installation konnte das System in 15 Sekunden gebootet werden. Klasse! Ubuntu GNOME benötigte hierzu die doppelte Zeit.

Das E550 läuft anders als beim Ubuntu-Derivat nicht „out of the box“. Was fehlt ist die WLAN-Unterstützung Intel-Adapters. Hier muss man auf die unfreien Quellen für Debian zurückgreifen. Benötigt wird Intel WLAN WiFi iwlwifi. Um an den Treiber zu kommen trägt man

in die /etc/apt/sources.list ein. Danach wird die neue Quelle eingelesen und iwlwifi installiert.

Im Anschluss startet man das Modul.

Damit wäre für Debian 8 auf dem ThinkPad vorerst alles erledigt. Man könnte hier im Prinzip schon aufhören.

Da ich jedoch den neueren Kernel 4.5 statt mitgelieferten in der Version 3.16 und den aktuelleren Xorg-Treiber einsetzen möchte, habe ich mir diesen aus den Jessie-Backports geholt. Dazu ist

ebenfalls in die sources.list einzutragen. Nach dem erneuten Einlesen

kann der Kernel sowie der Xorg installiert werden.

Der Intel-Grafik HD 5500 wird nun voll unterstützt. Dadurch verbessert sich die Akkulaufzeit etwas. Der Kernel 4.5 sorgt jetzt dafür, dass u.a. das Zwei-Finger-Scrollen funktioniert.

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Da nach dem Neustart wieder kein WLAN verfügbar ist, muss man den iwlwifi abermals nachladen. Jedoch dieses Mal aus den Backports.

Dann wird noch etwas aufgeräumt und fertig ist das Grundsystem auf dem E550.

Viel Spaß!