news-182

news-183

Mit Ubuntu 12.04 LTS habe ich mich für die GNOME Shell entschieden. Im Grunde lief eigentlich alles recht gut, bis auf ein kleines Soundproblem (beatsaudio – Audio device: Advanced Micro Devices [AMD] Hudson Azalia Controller [rev 01]). Leider wurden von vier verbauten Lautsprechern meines Notebooks HP dv6-6b14eg nur zwei angesteuert. Alle Anstrengungen zur Problemlösung gingen erfolglos ins Leere. Mit Herausgabe der Ubuntu-Version 12.10, wurde dieses Problem gelöst. Meine Hoffnung die LTS wird zeitnah auch alle vier Lautsprecher ansteuern können, hat sich leider zerschlagen. Zwei Jahre sind für mich eine zu lange Zeit, ohne Aussicht auf eine Lösung des Problems. Deshalb habe ich es nun gewagt und mein System auf Quantal Quetzal umgestellt. Den Kernel 3.5 und GNOME 3.6 einzusetzen reizte mich zu sehr. Auch nervende Abstürze der 12.04 LTS haben mich dazu gedrängt vorerst auf die Version 12.10 zu setzen. Nach einer Woche kann ich sagen, das System läuft rund und zufriedenstellend für meine Bedürfnisse. GNOME 3.6 kann man ohne Alt-Taste wieder ausschalten, was ich sehr begrüße. Der neue GDM 3.6.1 ist auch sehr gelungen und passt gut zum Rest.

Dieses mal habe ich nicht wie im Artikel “Wie werde ich Unity los?“ beschrieben gnome-shell installiert, sondern mich für den Desktop des Ubuntu GNOME Remix entschieden. Folgende Schritte habe ich dazu ausgeführt. Mit

sudo apt-get install ubuntu-gnome-desktop ubuntu-gnome-default-settings

installiert man den Desktop der Remix-Version. Der GDM wird mit installiert. Hat man versehentlich die Auswahl übersprungen den GDM als Standard zu setzen, so tippt man

sudo dpkg-reconfigure gdm

ein. Dann

sudo apt-get remove ubuntu-settings

um die Ubuntu Standard-Einstellungen zu entfernen. Folgende GNOME-Erweiterungen habe ich mit

sudo apt-get install gnome-documents gnome-boxes

hinzugefügt. Die GNOME-Paketquelle ist wichtig, um den aktuellen Desktop auf dem Laufenden zu halten.

sudo add-apt-repository ppa:gnome3-team/gnome3

Zum Schluss wurde noch die Ubuntu Scrollbar mit

sudo apt-get remove overlay-scrollbar*

entfernt.

Ein wenig Skepsis hielt mich wahrscheinlich davon ab gleich zum Ubuntu GNOME Remix 12.10 zu greifen. Für die nahe Zukunft wünsche ich mir, dass diese Distribution sich bald auch offizielles als Ubuntu-Derivat bezeichnen darf.