2. August 2015
von intux
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Datensicherung eines RasPi-Images für eine kleinere Speicherkarte

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Heute möchte ich eine etwas unkonventionelle Methode vorstellen ein Image einer größeren auf eine kleinere MicroSD-Karte zu bringen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Datenmenge geringer ist als die Größe der kleineren MicroSD.

Warum macht man so etwas?

Ganz einfach. Ich habe mir einen weiteren Raspberry Pi 2 zugelegt und wollte die SD der ownCloud (32GB Raspberry Pi 1 B) auf eine MicroSD (16GB) bringen, weil ich diese noch irgendwo rumliegen hatte.

Zur Problemlösung findet man leider nicht viel im Netz.

Es funktioniert aber wie folgt:

GParted starten und das Device der SD auswählen (/dev/mmcblk0). Jetzt werden alle Partitionen ausgehängt. Im Anschluss wählt man die ext4-Partition und verkleinert diese (hier ca. 150MB Platz am Ende Platz lassen). Nun wird die Aktion ausgeführt und GParted beendet.

Man wechselt nun zur Konsole und gibt

ein und dann

Nun notiert man den End-Wert der Linux-Partition (ext4, letzte Partition Bsp. 8000000) und verlässt fdisk mit

Jetzt gibt man den Befehl zum Erstellen des Images ein. Hierbei wird das Image auf dem Rechner im Home-Verzeichnis gespeichert. Das kann bei der Größe natürlich eine ganze Weile dauern. Der Befehl wird mit dem zuvor notierten Endwert angepasst. Hier ist zu beachten, dass dieser Wert um 1 erhöht werden muss!

Nun ist das Image erstellt und gespeichert. Dieses kann nun wie im Artikel “Raspberry Pi Backup” beschrieben auf die MicroSD geschrieben werden. Im Nachgang muss das Dateisystem noch via raspi-config erweitert werden. Hat alles geklappt, dann sieht das Ergebnis unter GParted so aus.

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Diese Vorgehensweise funktioniert auch von SD => SD, MicroSD => MicroSD oder MicroSD => SD.

Beachten muss man aber, wenn man das Image vom RPi 1 auf einem RPi 2 einsetzen möchte, dass man dieses noch anpassen muss.

Siehe hierzu Artikel “RPi 2 Modell B läuft absolut flott“.

Viel Spaß!

31. Juli 2015
von intux
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Temperaturanzeige in der Webcam des RasPi

Heute komme ich mal mit der Neuauflage des Artikels “Die RasPiCam“. Hintergrund der Geschichte ist die Temperaturerfassung mit dem Sensor Dallas DS18B20, welcher aus meiner Sicht zuverlässiger arbeitet als der zuvor von mir eingesetzte TEMPer1. Den DS18B20 inkl. des benötigten 4700 Ohm Widerstands bekommt man inkl. Versand für unter 4€. Um die gewünschte Temperatur ins Bild zu bekommen, habe ich das ganze mal schnell zusammen gesteckt bzw. geschraubt. Das Ganze ist natürlich noch richtig zu verlöten und mit Schrumpfschläuchen zu versehen.

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Quelle: http://www.reichelt.de/

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den Aufbau versuche ich nun vom Anfang zu erklären. Zuerst wird die Cam wie auf den Abbildungen via

aktiviert.

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Nun richtet man einen Cron-Job ein. In dem Fall wird alle 10 Minuten ein Foto gemacht. Der Eintrag sollte hierbei ganz ans Ende gestellt werden.

Zwei Einträge werden in die /boot/config.txt eingefügt. Damit wird die Cam-LED deaktiviert. Die zweite Zeile ist für die Tempereaturmessung ab Kernel 3.18.8 nötig. Dazu ist der Editor zu öffnen.

Am Ende der config.txt werden nun folgende Einträge gesetzt.

Damit der Sensor nach dem Neustart seine Arbeit aufnehmen kann muss noch folgender Eintrag in die /etc/module vorgenommen werden.

Nach einem ersten

sollte man schauen, ob der Sensor erkannt wurde. Das macht man mit

und schaut mit

nach. Hier sollte nun das Sensor-Verzeichnis erscheinen, welches i.d.R. bei einem DS18B20 mit 28- anfängt (DS18S20 mit 10-). In meinem Fall sieht das so aus:

/sys/bus/w1/devices/28-0000067c28ce/

Und wieder zurück ins Home-Verzeichnis.

Über die Abfrage

kann man nun sehen, ob der Temperaturfühler auch arbeitet. Hier ist der Befehl natürlich an den eigenen Sensor -Verzeichnis anzupassen. Dies muss auch im nachfolgendem Script entsprechend umsetzen!

Das Script /home/pi/branding.sh erledigt dann alles weitere. Es erzeugt eine PNG mit transparentem Hintergrund und dem einzublendendem Schriftzug. Diese wird dann anschließend über das Bild der Cam gelegt. Das neue Bild mit dem Branding wird unter dem Namen cam_watermark.jpg abgespeichert. Hierzu muss noch ImageMagick installiert werden.

Das Script branding.sh sieht dann so aus und wird unter /home/pi/ abgelegt.

Die Datei branding.sh muss nach der Erstellung noch ausführbar gemacht werden.

Damit Das Script auch richtig rechnen kann wird der Basic Calculator installiert.

Jetzt wird noch ein weiterer Cron-Job (am Ende einfügen) für das Script branding.sh angelegt.

Ganz zum Schluss erfolgt sicherheitshalber noch ein Neustart und dann sollte die Cam wie gewünscht Bilder mit Temperaturanzeige machen.

 

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Die Idee das mit dem DS18B20 zu realisieren entstand beim Lesen des Buches “Raspberry Pi für Kids” des mitp-Verlags.

Viel Spaß!

27. Juli 2015
von intux
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Raspberry Pi für Kids

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Heute möchte ich das Buch “Raspberry Pi für Kids” vorstellen. Das Buch von Michael Weigend ist im mitp-Verlag 2014 in der 1. Auflage 2014 erschienen. Auf 480 Seiten wird dem Leser der Einplatinencomputer eindrucksvoll nahe gebracht. Der Name des Buches richtet sich zwar an die jüngste Zielgruppe, jedoch werden auch Erwachsene Bastler ihre Freude beim Lesen haben. Die Themen reichen vom Aufbau, der Installation des Betriebssystems (leider nur für Windows-User) bis hin zu interessanten Projekten, die sich hier mit den im Buch veröffentlichten Anleitungen verwirklichen lassen. Dabei dreht sich alles um den Raspberry Pi 1 B+, wobei alle Projekte problemlos auf das aktuelle Modell Raspberry Pi 2 B übertragbar sind.

Wie ich bereits erwähnte, ist “Raspberry Pi für Kids” auch für den ambitionierten Bastler interessant. So wird neben den Programmiersprachen Scratch und Python u.a. auch beschrieben, wie man mit dem Pi Temperaturen messen kann, den eigenen Webserver aufbaut oder eine Webcam installiert und konfiguriert. Kleine Miniprojekte, die auch auf intux.de schon oft thematisiert wurden, wie der eigene Webserver entsteht

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oder auch wie man eine Zeitrafferaufnahme mit dem Raspberry Pi (siehe auch “Zeitraffer mit dem Pi – Teil 2“) und der Cam macht werden gut erklärt. Am Ende jedes Kapitels werden noch einmal Fragen und Aufgaben zum jeweiligen Projekt gestellt, die das Gelesene festigen sollen. Die Antworten hierzu werden natürlich dem Leser nicht vorenthalten.

Das Buch gliedert sich dabei in folgende Kapitel:

  • Von der Hauptplatine zum lauffähigen Computer
  • Den Raspberry Pi das erste Mal starten und konfigurieren
  • Der Raspberry Pi als Mediecenter und Kiosk<
  • Autorennen und Meteore – Wie programmiert man Scratch?
  • Animierte Geschichten
  • Projekte mit dem PicoBoard
  • Interaktive Spiele und Simulatoren
  • Das erste Python-Skript
  • Was blinkt denn da? Mit dem Raspberry Pi Leuhtdioden steuern
  • Datensammlungen verarbeiten
  • LCD-Anzeigen
  • Temperaturmessung und Hausautomatisierung
  • Projekte mit der Kamera
  • Stets zu Diensten – der Raspberry Pi als Webserver
  • Hinweise für Eltern und Lehrer

Leseproben und Downloads

Fazit:

Das Buch ist ein guter Begleiter im Umgang mit dem Raspberry Pi. “Raspberry Pi für Kids” richtet sich an Kinder ab 12 Jahren, wobei auch Erwachsene, die sich mit dem RasPi beschäftigen, ihre Freude haben werden. Das Buch ist für den Raspberry Pi 1 B+ geschrieben und somit nicht mehr ganz auf dem Höhepunkt der Aktualität. Dafür lassen sich aber alle Beispiele problemlos auf das neue Modell 2 übertragen. Viele Anwendungen im Hobby- und Privatbereich kommen zum Tragen. Dazu stehen Skripte und Leseproben zum Download bereit. Wer alle hier beschriebenen Projekte realisieren will, wird lange Freude an diesem Buch haben. Jedoch sollte man dafür auch ausreichend Zeit mitbringen.

27. Juli 2015
von intux
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Zeitraffer mit dem Pi – Teil 2

Im Artikel “Zeitraffer mit dem Pi” hatte ich kurz erklärt wie man eine Zeitraffer-Aufnahme mit der RasPi-Cam macht. Die so hintereinander entstandenen Bilder habe ich mit OpenShot am PC zu einem Video vereint.

Heute zeige ich wie man das alles am Raspberry Pi erledigt.

Mit dem Befehl

wird ein ganz einfaches Foto mit der Cam geschossen, welches sich dann im Home-Verzeichnis befindet. Das Bild hat dann die Bezeichnung “test.jpg” in einer Auflösung von 2592 x 1944 Pixeln.

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Will man nun ein Zeitraffer Video erstellen, so muss man vorher genau festlegen in welchem Intervall und über welchen Zeitraum Fotos gemacht werden sollen, die man dann im Nachgang zu einem Video zusammen führt.

Im folgenden Beispiel habe ich über 2 Stunden (7200000 Millisekunden) alle 30 Sekunden (30000 Millisekunden) ein Foto erstellt. Da nach bestätigtem Befehl das erste Foto sofort gemacht wird, kommt man in diesem Fall auf 241 Bilder. Diese werden dann ebenfalls im Home-Verzeichnis abgelegt (bild0001.jpg – bild0241.jpg).

Während dieser Aufnahmen, sollte man den Pi natürlich nicht weiter stören.

Sind nun alle Bilder da, widmen wir uns dem Zusammenschneiden der Bilder zu einem Video. Dazu muss noch folgende Bibliothek installiert werden.

Nun wird das mp4-Video in einer Auflösung von 800 x 600 erzeugt.

Dieser Vorgang dauert natürlich eine Weile. Besitzer eines Raspberry Pi 2 sind natürlich hier im Vorteil.

Das fertige Ergebnis sieht dann bei mir so aus.

Diese und weitere spannende Anleitungen findet man u.a. im Buch “Raspberry Pi für Kids” des mitp-Verlags.

Viel Spaß!

21. Juli 2015
von intux
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Dell XPS 13 mit Ubuntu 15.04

Ich hatte das Glück erstmalig über das Wochenende ein Dell XPS 13 zu testen. Hierbei handelte es sich nicht um ein Gerät auf dem im Normalfall Windows 8 läuft. Dieses war baugleich mit der Dell XPS 13 Developer Edition.

  • Intel® Core™ i7-5500U der 5. Generation (bis zu 3 GHz, 4 MB)
  • Ubuntu Linux 14.04 SP1
  • UltraSharp™ InfinityEdge Touch-Display, 13,3”, QHD+ (3.200 x 1.800)
  • 8 GB1 Dual-Channel DDR3L bei 1600 MHz
  • Mobility Solid-State-Festplatte, 512 GB
  • Intel® HD-Grafik 5500
  • 1 Jahr ProSupport und Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag
  • 1,26 kg.

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Ubuntu 15.04 war hier schon vorinstalliert. Nach dem ersten Start überraschte mich die glasklaren Schärfe des Displays. Die Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln ist jedoch für meinen Geschmack bei 13 Zoll fast zu groß. Man muss wirklich sehr dicht vor dem Gerät sitzen, um die Schrift erkennen zu können. Die Verarbeitung des XPS 13 ist sehr gut. Deckel und Boden sind aus mattem Aluminium, die Handauflage aus Carbon gefertigt. Die Tastatur hat einen guten Anschlag und ausreichenden Hub. Zwei USB 3.0 Schnittstellen mit PowerShare und ein Kartenleser sind seitlich verbaut. Eine Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden ist mit Ubuntu aus meiner Sicht jedoch schwerlich zu erreichen.

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Nach dem ersten Start funktionierte die Soundkarte nicht, jedoch war das Problem nach der ersten Aktualisierung schnell behoben. Das war das einzige Problem, welches ich in der Kürze der Zeit feststellen konnte.

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Fazit:

Das Dell XPS 13 mit Touch-Display wird voll von Ubuntu 15.04 unterstützt. Der i7-Prozessor und die 512GB-SSD sorgen für einen flotten Start (ca.20 Sekunden). Gewöhnungsbedürftig ist im ersten Moment jedoch die sehr hohe Auflösung. Ob man tatsächlich ein Touch-Display braucht ist wirklich Geschmacksache. Man erhält für knapp 1700€ jedoch ein aus hochwertig verarbeiteten Komponenten gefertigtes, kompaktes und sehr flaches Ultrabook der Spitzenklasse!

17. Juli 2015
von intux
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VirtualBox Teil 3

Hat man die VirtualBox installiert, folgt nun der nächste Schritt, die Installation des Betriebssystems, welches in der Virtualisierungsumgebung später laufen soll. Zuerst öffnet man die VB

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und klickt auf Neu. Im Anschluss legt man die zu verwendende Arbeitsspeicher- und Festplattengröße fest. Dabei sollte man natürlich beachten den Arbeitsspeicher zu all zu groß zu wählen.

Ich zeige nun im folgenden Beispiel die Installation von Ubuntu 15.04.

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Nach dem Bestätigen mit Erzeugen kann Ubuntu 15.04 installiert werden (siehe Abbildung).

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Nun wird Ubuntu wie gewohnt installiert. Nachdem das OS installiert und wieder herunter gefahren wurde, kann man in der Virtualisierung unter Ändern noch die Anzahl der arbeitenden Kerne (in meinem Fall habe ich zwei gewählt) sowie die Größe des zu verwendenden GPU-Speichers anpassen (aktuell 128Mb). Hiebei darf man natürlich nicht die Hardware des Host-Systems ausbremsen. Die Schieberegler sollten sich stets im grünen Bereich befinden.

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Ein Häkchen bei Anzeige => 3D-Unterstützung kann die Performance deutlich verbessern. Auf meinem alten Notebook war das der Fall. Auf meinem ThinkPad E550 macht die 3D-Beschleunigung Probleme und kann so nicht aktiviert werden.

Will man die Virtualisierung im Vollbildmodus ausführen, so muss noch die Gasterweiterung in der Virtualisierung installiert werden. Dazu wählt man die ISO der Gasterweiterung aus. Der korrekte Pfad ist /usr/share/virtualbox/VBoxGuestAdditions.iso. Als Optisches Laufwerk wird Sekundärer Master gewählt. Über das CD-Symbol wird die zuvor erwähnte ISO ausgewählt und ein Häkchen bei Live-CD/DVD gesetzt.

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Nun wird Ubuntu 15.04 in der Virtualisierung das erste Mal gestartet.

Ist das System hochgefahren, muss die Gasterweiterung noch installiert werden. Dazu wird in Ubuntu 15.04 das Terminal geöffnet und

ausgeführt. Nach erfolgreicher Installation muss Ubuntu 15.04 neu gestartet werden. Jetzt kann man in der Virtualisierung unter Anzeige den Vollbildmodus aktivieren.

Will man Windows in der VirtualBox installieren, so geht man genauso vor. Zur Installation steht jedoch dann im Gasterweiterungs-Image eine EXE-Datei zur Installation in Windows zur Verfügung.

Viel Spaß!